Apothekenproteste am 23. März: Was Kundinnen und Kunden dazu wissen sollten

Apothekenproteste am 23. März

Am Montag, 23. März 2026, bleiben vielerorts Apotheken in Deutschland aus Protest für höhere Vergütungen geschlossen, in den Städten Berlin, Düsseldorf, Hannover und München finden zentrale Kundgebungen und Demonstrationen statt. Die Apotheken Umschau erklärt, was das für Kundinnen und Kunden bedeutet, wie sie dennoch an dringend benötigte Medikamente kommen – und wie sie Apotheken z. B. mit ihrer Unterschrift bei einer ABDA-Petition unterstützen können. Die Hintergründe ordnet außerdem der Podcast „’ne Dosis Wissen“ ein.

Seit über zehn Jahren wurde das Apothekenhonorar nicht angepasst – trotz gestiegener Kosten etwa für Personal, Miete und Energie. Nach Angaben der ABDA schließen dadurch zuletzt jedes Jahr rund 500 Apotheken; die flächendeckende Arzneimittelversorgung ist gefährdet. Mit dem bundesweiten Protesttag will die Branche bei der Bundesregierung Druck für eine seit Jahren ausgebliebene Honoraranhebung machen.

Was bedeutet das am Protesttag für die Kundinnen und Kunden? Die Versorgung übernehmen Notdienstapotheken – ähnlich wie an Sonn- und Feiertagen. Menschen, die regelmäßig Medikamente benötigen, sollten am besten schon im Vorfeld ihren Vorrat prüfen und Rezepte einlösen. Das spart am Montag Zeit und kann weite Wege vermeiden. Wo die Kundinnen und Kunden die nächstgelegene Notdienstapotheke finden, zeigt die Apotheken Umschau hier.

Außerdem gut zu wissen: Wer am Montag zwischen 6 und 20 Uhr in einer Notdienstapotheke ein Medikament kauft, muss keine Notdienstgebühr zahlen.

Wie kann jeder die Apotheken unterstützen? Die Apotheken Umschau verweist auf eine Online-Petition der ABDA – für den Erhalt der wohnortnahen Arzneimittelversorgung und die Umsetzung der im Koalitionsvertrag vereinbarten Anpassung des Apothekenhonorars. Die Petition findet sich hier. 

Hintergründe im Podcast „’ne Dosis Wissen“: Dr. Dennis Ballwieser, Arzt und Chefredakteur der Apotheken Umschau, spricht mit Christina Grünberg, Apothekerin und Redakteurin im Politikressort des Hauptstadtbüros der Apotheken Umschau, über die Hintergründe des Protests: Was genau fordern die Apothekenverbände? Und warum steht die Fixum-Erhöhung auf 9,50 Euro zwar im Koalitionsvertrag, ist aber nicht Teil der geplanten Apothekenreform? 

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